
Natur- und Lebensort aufbauen und schützen
Tagesseminar
Liebe Menschen, schon länger habe ich einen Satz den ich wichtig finde: das Weibliche trägt das Leben von einer Generation zur nächsten – und das Männliche ist dazu da, diesen Prozess zu schützen. Ich habe in meinem Leben als Landwirt und Maurer viele konkrete Erfahrungen gemacht, wie es gut gehen kann, dass Menschen in diesem Sinne auf dem Land und auch durch das Land und seine Wesen leben – diese Erfahrung möchte ich weitergeben : wie kann Mensch auf dem Land leben und sich dort ernähren und seine Grundbedürfnisse an Wasser, Energie und so weiter gut befriedigen, und gleichzeitig die Wesen auf dem Land fördern?
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Dozentin
Michael Dütz Ich heiße Michael Dütz und bin 65 Jahre alt-oder jung? Naturliebhaber, lebte in Israel in einem Kibbuz – äußerst spannende Zeit. Bundeswehr, habe dort verweigert und den Rest Zivildienst gemacht. Danach Leute getroffen mit großem Haus und Garten, die gesagt haben: studieren macht keinen Spaß, lass uns eine ökologische Lebensgemein-schaft aufbauen (3 Jahre). 2 Jahre größerer Bauernhof mit Milchwirtschaft. Von Südfrankreich nach Portugal geradelt. Dort habe ich von 1985 bis 2012 gelebt mit 18 Hektar Land, einigen alten renovierungsbedürftigen Gebäuden und auch zwei Kindern. Als Landwirt viele Bäume gepflanzt – über 4000 Tiere gehabt, Pferde, Ziegen, Hühner – um Geld zu verdienen hat die Landwirtschaft allerdings nicht getaugt ich habe auf einem Bau gearbeitet. Ich habe viele Häuser gebaut, Brücken, viele Wassertanks, Sickergruben und so weiter. Terrassen für Obstbäume, und Wald gepflegt und neu gepflanzt. In diesen Jahren habe ich viel gelernt darüber, wie Menschen gut mit der Natur zusammenleben können – dass die Natur einfach unglaublich liebevoll ist und uns ganz viel geben will, wir müssen es nur zu nehmen wissen. Neben einer guten nahrungsmäßigen Selbstversorgung, eigener Solarenergie, einem schönen Lehmhaus und so weiter braucht es auch eine menschliche Gemeinschaft. So habe ich ein paar Jahre versucht mich einer Gemeinschaft in Portugal anzunähern, und als das nicht funktionierte, habe ich dann 2012 den Schritt zurück nach Deutschland getan und bin Mitglied der Gemeinschaft Schloss Tempelhof geworden. Dort bin ich immer noch, habe in diesen Jahren dort einiges gebaut und vor allem ganz viel darüber gelernt, wie menschliche Gemeinschaften funktionieren. Ich war in sieben anderen größeren Gemeinschaften in Deutschland mal zum Helfen und habe deren Alltag kennengelernt. Als Motto trage ich mit mir: das Weibliche (nicht nur bei Menschen, sondern in der ganzen Schöpfung) trägt das Leben von einer Generation zur nächsten – und das Männliche ist dazu da, diesen Prozess zu schützen. Wenn ich heute in die Welt schaue, sieht es für mich so aus, dass wir Männer das eben nicht gut machen, sondern sehr viel Zerstörung anrichten. Ich habe in meinem Alter einfach das Bedürfnis, die Erfahrungen, die ich gemacht habe in Sachen: gut mit und von der Natur leben und sie respektieren zu teilen – möglichst als Austausch: wo steht ihr gerade in eurem Leben, was sind eure Wünsche oder Befürchtungen, wie stellt ihr euch ein gutes Leben vor? Bei Intresse mag ich auch gern meine erfarhungen mit dem Einwandern in Portugal und die Vor- ung Nachtiele davon berichten: Welche Aufgaben gibt das Leben auf dem Land … und wie löst mensch sie!